Zwischen Wüste, Palästen und Basaren
Paulina Heiligenthal nimmt das Publikum mit auf den zweiten Teil ihrer Reise durch den Iran
Rosbach – Der Senioren- und Inklusionsbeirat sowie die Stadt Rosbach laden am Dienstag, 27. Oktober, um 17 Uhr zu einer öffentlichen Diashow der Rosbacher Künstlerin und Autorin Paulina Heiligenthal ein. In der Wasserburg in NiederRosbach präsentiert sie den zweiten und abschließenden Teil ihrer rund 4.500 Kilometer langen Rundreise durch den
Iran. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich, wie die Stadt mitteilt.
Paulina Heiligenthal hat den Prinzenpalast von Mahan besucht und berichtet darüber in ihrem Bildvortrag. HEILIGENTHAL
Grüne Oase, trockene Landschaften
Mit ihren Bildern führt Heiligenthal durch historische Städte, außergewöhnliche Wüsten-landschaften, prachtvolle Paläste und Gärten sowie über jahrhundertealte Basare. Dabei vermittelt sie zugleich Einblicke in die Geschichte, Architektur und jahrtausendealte Kultur des Landes. Die Reise beginnt am Palast von Sarvestan und führt weiter nach Neyriz zu einer der ältesten Moscheen des Iran. #
Im Prinzengarten von Mahan, einer grünen Oase inmitten der trockenen Landschaft, treffen persische Garten- und Baukunst auf die Geschichte des Sufi-Gelehrten Schah Nematollah Vali. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist die Wüste Lut, die seit 2016 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Besonders eindrucksvoll sind die sogenannten Kalouts: Bizarre, durch Wind und Erosion geformte Fels- und Sedimentformationen.
In Kerman begibt sich Heiligenthal auf den Spuren der alten Seidenstraße. Der historische Basar aus dem 17. Jahrhundert mit seinen Gewölben, kunstvollen Stuckdecken und Wandmalereien vermittelt noch heute einen Eindruck von der einstigen Bedeutung der Stadt als Handelszentrum. Eine weitere Station ist die imposante Lehmfestung von Rayan.
Anschließend führt die Route nach Jazd, einer der ältesten Städte des Iran. Die Türme des Schweigens, die als Zeugnisse des Zoroastrismus gelten, und die traditionellen Windtürme zeugen von einer jahrtausendealten Kultur und einer bemerkenswerten, an das Wüstenklima angepassten Architektur. Die historische Altstadt von Jazd gehört seit 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In Kashan stehen prachtvolle, historische Patrizierhäuser und der berühmte Fin-Garten auf dem Programm, der als herausragendes Beispiel persischer Gartenkunst gilt.
Schwerpunkt und Abschluss der Reise bildet Isfahan, das traditionell als „die Hälfte der Welt“ bezeichnet wird. Prächtige Moscheen, Paläste, Gärten und Brücken prägen das Stadtbild. Auch das armenische Viertel Dschulfa mit der reich ausgestatteten Vank-Kathedrale gehört zu den Stationen, der einstigen Bedeutung dieser abwechslungsreichen Reise. Pm
Aus der WZ vom 14. Oktober 2026
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.